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Förderung & Kooperationen

Russisch-Orthodoxer Friedhof Wiesbaden

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden verfügt mit dem russisch-orthodoxen-Friedhof auf dem Neroberg über eine der ältesten und größten Anlage ihrer Art außerhalb des ehemaligen Zarenreiches. Der Friedhof befindet sich heute im Besitz der russischen Gemeinde Wiesbaden.
Der Baurat Philipp Hoffmann (1806-1889) erbaute in den Jahren 1855/56 diesen kreuzförmig angelegten Friedhof. Von ihm stammt auch die kleine achteckige Kapelle, deren auffälligster Schmuck die blaue, sternverzierte Kuppel ist. Ph. Hoffmann hat in Wiesbaden u.a. die Bonifatius-Kirche, den Tempel auf dem Neroberg und die russisch-orthodoxe Kirche geplant und gebaut.

Der russische Friedhof verdankt seine Entstehung der Großfürstin Helene Pawlowna. Sie war die Mutter der 1845 mit 19 Jahren verstorbenen Herzogin Elisabeth zu Nassau (Nichte von Zar Nikolai). Nach dem Tod der Herzogin wurde, erleichtert durch die große Mitgift, zunächst die russische Kapelle und anschließend der Friedhof erbaut.
Wiesbaden war im 19. Jahrhundert ein beim russischen Adel, Militär und Großbürgertum beliebter Kurort. In diesen Kreisen, aber auch bei den Russen im Ausland entstand der Wunsch, auf diesem Friedhof bestattet zu werden. Die letzte Ruhe fanden u.a. der Maler Alexej Jawlensky, Gräfin Olga Alexandrowna Merenberg (Tante des letzten russischen Zaren), August Theodor von Grimm (Staatsrat und Erzieher der Kinder der Zaren Nikolai und Alexander).
Diese und andere Personen haben durch ihre außergewöhnlich künstlerisch gestalteten Grabmale über den Tod hinaus ihre Persönlichkeit dokumentiert. Bildhauer wie J. Meuldermanns und F. Leonhard schufen geradezu Meisterwerke aus Marmor.
Die jetzt stark verwitterte Anlage bedarf heute großer Aufmerksamkeit. Es ist unbedingt notwendig, die Grabmale - zum Teil zerstört und verwittert - umgehend zu restaurieren, um weiteren Zerfall aufzuhalten und die Einmaligkeit der Anlage für die Nachwelt zu erhalten.
Der gemeinnützige Verein »Russisch-Orthodoxer-Fonds e.V.« hat sich der Aufgabe verschrieben, für die Erhaltung und Pflege des Friedhofs einzustehen. Als erstes Anliegen hat der Verein beschlossen, mit Hilfe der örtlichen Steinmetze die beschädigten Grabmale in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.

Die zur Instandsetzung bzw. Reparatur/Restauration vorgesehenen Teile der Friedhofsanlage sind ca. 100 -150 Jahre alt, teilweise noch älter. Dementsprechend ist durch natürliche Verwitterungsprozesse, Setzungserscheinungen und Alterung der Materialien ein Zerfallsprozess in Gang gekommen, dem jetzt durch Restauration entgegen gewirkt werden soll. Die Aufgabenstellung erweist sich aufgrund der Vielgestaltigkeit der einzelnen Anlagen als sehr komplex, so dass eine Kostenschätzung anhand von ausgewählten Objekten vorerst zur Ermittlung des Gesamtaufwandes erfolgt. Für die Instandsetzung einer solchen Anlage werden Kosten in Höhe von ca. 15.000 EUR geschätzt. Dafür brauchen wir Finanzierungshilfe.
Auch suchen wir Leute, die Lust haben mit uns dieses Projekt voranzutreiben!

Kategorien:

Sonstiges

Angebot für

Hessen

Anbieter:

Russisch-Orthodoxer-Fonds e.V.
Neroberg
65183 Wiesbaden
Hessen
Telefon: + 49(0) 611 7949797