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Die Moskau-Reise der Gewinner von «Spielend Russisch lernen 2016»

Seit bereits 10 Jahren organisiert das Deutsch-Russische Forum e.V. den deutschlandweiten Sprachwettbewerb «Bundescup Spielend Russisch lernen», um damit mehr junge Menschen an die russische Sprache und Kultur heranzuführen. Jährlich nehmen daran über 200 Schulen teil. Am Ende winken den Schülern vielfältige Preise. Die ersten drei Plätze gewinnen Reisen in die bedeutendsten Städte Russlands. Im vergangenen Jahr erreichten Elisa-Sophie und Leon vom Gymnasium Luisenstift Radebeul in Sachsen den dritten Platz und reisten in diesem Frühling nach Moskau. Für Kulturportal Russland erzählt Leon von seinen Eindrücken.

Am Anfang stand das Spiel «Spielend Russisch lernen»

Seit dem Finale im Herbst 2016 in Rust, in dem Elisa und ich den dritten Platz belegten, habe ich mit großer Erwartung unserer Moskau-Reise entgegengefiebert. Im April 2017 war es dann soweit, wir durften vier Tage lang die Stadt erleben.

Die Fragen, die man, kaum zurück in Deutschland, fast immer gestellt bekommt, sind dann: «Wie war es? Welchen Eindruck hat Moskau auf dich hinterlassen?»
Und auf diese Frage gibt es eigentlich nur eine Antwort - Moskau ist unfassbar groß, schön und sehr laut. Vor allem, wenn man wie ich das erste Mal in Moskau ist. Schon Sankt Petersburg ist im Vergleich zu Dresden oder Berlin riesig, aber verglichen mit Moskau, würde ich die Stadt eher in die Kategorie «kleiner, süßer Bruder von Moskau» einordnen. So groß und gewaltig erscheint einem die russische Hauptstadt. Schon beim Anflug wurde einem die Größe bewusst, flogen wir doch bis zur Landung ca. zwanzig Minuten über Wohngebieten. Und - wunderschön. Gerade der Kontrast - moderne Großstadt und historische Altstadt, beeindruckende Kirchen direkt neben gewaltigen Wohnhäusern, die ganze Kleinstädte beherbergen könnten - macht Moskau aus.

Innerhalb unserer kurzen Reise hatten wir natürlich nicht die Chance, alles zu besichtigen, aber doch dank der tollen Vorauswahl und einem ausgeklügelten Zeit- und Besichtigungsplan durch unsere Betreuerin vor Ort immerhin das meiste von dem, was sich der Durchschnittstourist so vorstellen kann. So waren wir also im Kreml, in der Basilius-Kathedrale, auf dem Arbat und im Gorki-Park. Auch die neue Tretjakow-Galerie mit ihrer modernen Kunst, sozusagen DAS Museum für schwarze Quadrate (Malewitsch) und bunte Farbspritzer, war vor uns nicht sicher. Eine völlig neue Erfahrung war für uns der Zirkus mit seinen atemberaubenden Attraktionen in der Manege, dargeboten von Mensch und Tier. Außerdem erlebten wir einen Ballettabend im Theater der Alla Duchowa - Insidertipp - mit einer Tanzweltreise und einem «Abstecher» nach Bayern, bei dem Tänzer und Tänzerinnen in Trachten und Dirndl bei ihrer akrobatischen Choreographie mit Weißwurstketten seilsprangen. Etwas Vergleichbares würde man in Deutschland wohl eine Weile suchen müssen, falls man überhaupt fündig wird.

Alles in allem war die Reise ein perfekter Einblick in Russland bzw. Moskau. Zwar nur ein sehr kurzer, aber auf jeden Fall, trotz grauen, regnerischen und teilweise recht kalten Wetters, ein lohnenswerter. Ich habe es genossen, neue Eindrücke zu sammeln, meine Russischkenntnisse - immer verbunden mit einer Portion Unsicherheit und einem Kribbeln im Bauch - anzuwenden, und einfach die stets pulsierende Stadt zu erleben.

Leon Focker, Radebeul, Sachsen


Wir danken unseren Partnern vom Goethe-Institut Moskau für die Unterstützung und Betreuung vor Ort.