Home | Kontakt | Login | Impressum

Mediathek

Alumni Meetup: Design-Thinking-Workshop

(c) Mona Tarrey (c) Mona Tarrey

Im Rahmen des First Eastern Europe-Alumni-MEETUP 2018 in Berlin konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Design Thinking-Workshop partizipieren.
Design Thinking ist ein Prozess, der verschiedene Methoden zum Lösen von Problemen beinhaltet. Dieses Konzept basiert auf den drei Grundprinzipien Team, Raum und Prozess. Die Methoden werden auf spielerische Art und Weise vermittelt.
Journalist und Design Thinking-Coach Michael Metzger ist Mitglied des Vereins D-Collective, ein Netzwerk für Design Thinking-Coaches. Im Vordergrund der Vereinsarbeit stehen Workshopformate, die mit der Design Thinking-Methode durchgeführt werden. Insbesondere Unternehmen und Organisationen nutzen Design Thinking als Projekt-, Innovations-, Portfolio- und/oder Entwicklungsmethode.
Micheal Metzger leitete den kreativen Workshop mit der Grundfragestellung nach den Folgen von Globalisierung und Digitalisierung.
Der Ablauf eines Design Thinking-Workshops gliedert sich in sechs Phasen. Im ersten Schritt wird die Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und eine 360°-Analyse über die Dimensionen der Problematik erarbeitet. Im zweiten Schritt steht das Bedürfnis der Zielgruppe im Mittelpunkt. Der dritte Schritt befasst sich mit der Problemdefinition und die Ausgangsfrage wird neu formuliert. Der vierte Schritt dient der Ideenentwicklung. Mit verschiedenen Brainstorming-Methoden können neue Perspektiven eingenommen werden, die in der Teamarbeit zu Ergebnissen führen. Im fünften Schritt werden die Ideen konkretisiert und in einem Prototyp festgehalten, um die Ideen visuell darzustellen. Im sechsten Schritt werden die Lösungen der Zielgruppe präsentiert und Feedback gesammelt. Das dient der Verbesserung des Produkts und gleichzeitig bleibt der Fokus auf einer nutzenorientierten Lösung.
Entsprechend des Kernthemas des MEETUPs "Global, Functional, Digitial: Challenges for Society 5.0" bearbeiteten die Alumni die Aufgabe, wie moderne Technologien zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen beitragen können. Die Teams diskutierten zu den Themen Diversity, Digital/Startups, Social Cohesion und Education. Am Ende des Workshops wurden acht innovative Ideen im großen Plenum vorgestellt und diskutiert.
Einige davon werden als Beispiel im Folgenden vorgestellt. Zum Thema Education wurde von einem Team die Idee ausgearbeitet, mit Hilfe einer Visual Reality-Brille jungen Menschen in der Ausbildung eine Plattform zu bieten. Diese generiert Studenten, Praktikanten oder Trainees Informationen und Wissen für zukünftige Arbeitsplätze und kann auf die jeweiligen Berufe programmiert werden.
Ein weiteres Team hat zum Thema Social Cohesion (sozialer Zusammenhalt) ein Konzept erarbeitet, welches sich an bildungsferne Bürgerinnen und Bürger richtet. Dafür soll ein E-Bus installiert werden, der in abgelegene Stadtteile fährt und den Menschen dort die Möglichkeit bietet, sich über das an Board installierte WLAN zu informieren und mit anderen Menschen auszutauschen.
Zu guter Letzt wurde von einem Team zum Thema Digital/Startups die Idee ausgearbeitet, einen Service für Startup-Gründer zu bieten. Dies soll eine Plattform sein, auf der wichtige Informationen für Starter bereitgestellt werden. Es werden Tipps und Tricks gesammelt, die den Menschen auf allen Ebenen in die neue Arbeitswelt helfen.
Die Methoden des Workshops wurden sehr positiv von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufgenommen. Die Alumni haben insofern von diesem Workshop profitiert, als dass sich die Gruppe untereinander kennenlernte und viele der Ansätze auf die jeweiligen Arbeitsbereiche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwendbar ist und somit eine nachhaltige Grundlage für innovative Lösungsfindung bietet.

Von Anna Luisa Winkelmann