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Das Weihnachtskonzert in der Russischen Botschaft

(c) Anna Winkelmann (c) Anna Winkelmann

Marmorne Säulen rahmen den mit Teppich ausgelegten Treppenaufgang zum Konzertsaal der Russischen Botschaft in Berlin. Pompöser Stuck ziert die hohen Decken in der Eingangshalle. Ein paar Stufen hinauf empfängt mich der Russische Botschafter mit einem freundlichen Willkommen.
Auch der Festsaal ist prunkvoll geschmückt schwere Samtvorhänge dekorieren die Fenster und die Bühne. Goldene Kronleuchter hängen von der Decke. Die Stuhlreihen füllen sich mit Abgeordneten aus dem deutschen Bundestag, wichtigen Vertreterinnen und Vertretern aus dem Kontext der Deutsch-Russischen Beziehungen sowie weiteren geladenen Gästen.
Der Botschafter richtet Begrüßungsworte an das Publikum und ehrt einen Wissenschaftler mit einem Preis für seine maßgebliche Forschung für Russland und das Engagement, Studentinnen und Studenten zwischen Deutschland und Russland zu vernetzen.
Auch Dr. Peter Westhof, Leiter der Berliner Repräsentanz der Wintershall Holding GmbH, ein wichtiger ökonomischer Partner für Russland richtet ein paar Worte an uns.
Der Pianist Juri Bogdanov betritt die Bühne und spielt zur Einstimmung die "Mondscheinsonate" von Ludwig van Beethoven. Die Stimmung ist festlich und wenn ich mich umschaue, schaue ich in die verzauberten Gesichter der Zuschauer.
Auf die Bühne kommt Cellist, Borislav Struvlev. Mit seiner charmanten und humorvollen Art bringt er das Publikum zum Lachen. Er versteht die Mischung von glanzvoller Darbietung und Unterhaltung. Im nächsten Auftritt wird ein Tuba-Solo von Daniel Bachri gespielt. Später im Gespräch mit weiteren Zuhörern stellt sich heraus, wie ungewöhnlich es ist, ein solches Instrument alleine auf der Bühne spielen zu hören.
Zwischen der musikalischen Darbietung tanzt Primaballerina Tatiana Predeina "den Sterbenden Schwan". Der russische Ballettänzer Dmitri Gudanov tanzt den "Kranich" aus dem Ballett "Dreams of Japan" von Alxey Ratmanski. Einen beeindruckenden Abschluss des Konzerts liefert die Sängerin Elizaveta Antonova mit russischer Folklore im Duo mit Juri Bogdanov am Flügel.
Unter tobendem Applaus erhalten die brillanten Künstlerinnen und Künstler Blumensträuße überreicht. Sehr würdevoll. Ihnen wird für schöne Darbietung gedankt und dafür, die kulturelle Qualität Russlands zu präsentieren.
Bei einem großzügig angerichteten Buffet mit russischen Köstlichkeiten neben dem Weihnachtsbaum entsteht eine feierliche Atmosphäre in dem ein angeregter Austausch stattfindet.
Eine schöne Einstimmung für die Weihnachtszeit. Und das Plädoyer für uns alle, auch in schwierigen Zeiten der Diplomatie, den Dialog untereinander aufrecht zu erhalten und sich mit Würde und Respekt zu begegnen.

Anna Luisa Winkelmann