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Neujahr in Russland

(c) Pixabay (c) Pixabay

Der 31. Dezember ist in Russland ein besonderer Tag. Das Fest zum neuen Jahr ist ähnlich wie dem uns bekannten Weihnachtsfest. Tannenbäume werden geschmückt und Köstlichkeiten zubereitet. Die Familien kommen zusammen, um gemeinsam zu essen und zu feiern. Die Kinder verkleiden sich gerne als kleine Schneeflocken, Bären oder Hasen. Sie singen, tragen Gedichte vor und freuen sich auf die Ankunft von Väterchen Frost.
Ded Moroz kommt in Russland am 31. Dezember und reist aus Sibirien in einer Pferdetroika. Er trägt einen langen Mantel mit Pelzkragen, einen breiten Gürtel und die typische russische Pelzmütze. Der Legende nach führt er einen langen Eiszapfen mit sich, der ihm als Wander- und Zauberstab dient. Väterchen Frost ist in Begleitung eines Jungen, mit Namen Neujahr. Auch seine Enkelin, Snegurotschka ist dabei. Übersetzt steht der Name für Schneemädchen oder Schneeflocke. Die hübsche junge Frau symbolisiert das zum Eis gewordene Wasser.
Zum traditionellen Fest gehört ein reich gedeckter Tisch, besondere Spezialität die nicht fehlen dürfen sind zum Beispiel der Salat Olivier, oder auch der Hering im Pelzmantel (ein geschichteter Heringssalat). Vor Mitternacht werden überwiegend die kalten Speisen zu sich genommen, denn das Beste wird für später aufgehoben. Ebenso besonders sind Mandarinen zu Vor-Neujahrszeit. Diese kommen heute hauptsächlich aus der Region Abchasien.
Im Fernsehen läuft der russische TV-Klassiker "Ironie des Schicksals" von 1975 und wird normalerweise am Nachmittag gezeigt. Kurz vor Mitternacht hält Präsident die Neujahrsrede und um 00:00 wird mit Sekt angestoßen. Danach wird auf den Straßen weiter gefeiert. Das wohl spektakulärste Feuerwerk wird auf dem Roten Platz in Moskau veranstaltet.
Das Jahr 2019 steht im Sinne des chinesischen Tierkalenders ganz im Zeichen des Erd-Schweins. Glück, Reichtum und Zufriedenheit soll das neue Jahr mit sich bringen.
In diesem Sinne, счастливого нового года!

Von Anna Luisa Winkelmann