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3. Jugendforum der Deutsch-Russischen Städtepartnerschaften

(c) Anna Winkelmann (c) Anna Winkelmann

Vom 21. bis 28. Juni 2019 fand im Kreis Düren das 3. Jugendforum der Deutsch-Russischen Städtepartnerschaften statt. Veranstalter waren das Deutsch-Russisches Forum e.V., die Stiftung Deutsch Russischer Jugendaustausch, das russische Koordinierungsbüro für den Jugendaustausch mit der Bundesrepublik Deutschland und der Kreis Düren. Die Veranstaltung wurde gefördert vom Auswärtigen Amt und dem Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation. Das Jugendforum war der XV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz vom 25. bis 28. Juni im Kreis Düren vorgeschaltet.

Unter dem Motto: Stadt in Bewegung: Dein Projekt zählt! haben 60 deutsche und russische Jugendlichen in elf Teams eine Woche lang gemeinsam Projekte entwickelt. Ziel war es die deutsch-russischen Städtepartnerschaften zu stärken. Während des Jugendforums bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit sich über Grenzen hinweg kennen zu lernen, Vorurteile abzubauen und Freundschaften zu schließen.

Wolfgang Spelthan, Landrat des Kreises Dürens, Thomas Thomer, Unterabteilungsleiter des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Olga Tschernyschewa, Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation und Martin Hoffman, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutsch-Russischen Forums e.V. eröffneten am 22. Juni 2019 das 3. Jugendforum der Deutsch-Russischen Städtepartnerschaften im Kreishaus in Düren.
Wolfgang Spelthahn betonte dabei, dass es wichtig sei, die Stimme der Jugend in die Politik des Alltags zu integrieren. Das gelte auch für die Städtepartnerschaften. Martin Hoffmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutsch-Russischen Forums e.V, sagte: »Das Jugendforum ist ein entscheidender Beitrag für die deutsch-russischen Beziehungen. Durch kreatives Engagement in den Städtepartnerschaften können die Jugendlichen Berge versetzen«.

Begleitet wurden die Jugendlichen während der gesamten Woche von den Moderatorinnen Tatjana Klemm aus Hamburg und Elena Cherenskaya aus Perm. Jeweils auf Deutsch und auf Russisch wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Methoden zur Konzeption sowie der Erstellung von den Abschlusspräsentationen vermittelt.
In Workshops lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie man Projekte konzipiert und für deren Finanzierung sorgt und schließlich in die Praxis umsetzt. Dabei wurden sie begleitet von elf Studentinnen und Studenten als Sprachmittler, die die sprachliche Vermittlungsarbeit leisteten und zugleich eine hilfreiche Brücke zwischen den russischen und deutschen Teams bildeten.

Die insgesamt 11 deutsch-russischen Städtepartner-Teams erarbeiteten Projekte zu den Themen Inklusion, Umwelt, ökologische Stadt, Stadtentwicklung und Erinnerungskultur. Beispielhaft für das Thema Inklusion sind die Projekte der Teams Essen, Nischni Nowgorod und Oldenburg, Machatschkala. Das Projekt des Teams Essen, Nischni Nowgorod soll Freiwilligen aus Deutschland die Möglichkeit geben für ein freies soziales Jahr nach Nischni Nowgorod zu reisen und dabei Jugendliche mit Beeinträchtigung zu begleiten. Das Projekt des Teams Oldenburg, Machatschkala fokussiert sich auf die Schulung von Mitarbeitern für das Inklusions Café in Machatschkala.

Die Teams Dresden, St. Petersburg, Dusiburg, Perm und Düren. Mytischi erarbeiteten Projekte zum Thema Umwelt. Junge Menschen sollen dabei auf den Umweltschutz und die Müllvermeidung aufmerksam gemacht werden.

»Die Allee der Freundschaft« nennt das Team Düren, Mytischi sein Projekt. Dabei ist eine Aktion geplant, bei der Bäume an bestimmten Stellen der jeweiligen Partnerstadt gepflanzt werden. Das Team Dresden, St. Petersburg 2 thematisierte in seinem Projekt die Erinnerung und Aufarbeitung der Leningrader Blockade. Die Teams Emden, Archangelsk, Hanau, Jaroslawl und Jena, Wladimir planten Projekten zur Stadtentwicklung, Tourismusförderung sowie Informationsplattformen. Sehen Sie hier die teilnehmenden Teams im Portrait.
Die Jugendlichen nahmen ab Eröffnungsveranstaltung der XV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz im Aachener Krönungssaal mit einer Festrede von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet an allen Programmpunkten der XV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz teil. Unter dem Motto Wege der Verständigung: Partnerschaften als Mittler des Deutsch-Russischen Dialogs? tauschten sich an zwei Tagen über 700 Vertreter von Städten und Gemeinden, zivil gesellschaftlichen Organisationen, Politik und Wirtschaft aus Deutschland und Russland in sieben Arbeitsgruppen miteinander aus.

Im Rahmen der XV. Deutsch-russischen Städtepartnerkonferenz konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugendforums die Gelegenheit nutzen, sich mit den Vertretern ihrer Kommunen und Städte zu treffen. Dabei konnten sie sich über die Projekte austauschen, Fragen klären und die Unterstützung ihrer jeweiligen Partnerstädte zugesichert bekommen. Zudem stellten sie auf dem Markt der Möglichkeiten ihre Projekte vor.
Bei der Abschlussveranstaltung der XV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz hatten die Jugendlichen die Möglichkeit ihre Ergebnisse einem großen Publikum präsentieren. Einen krönenden Abschluss des Jugendforums stellte die Friedensaktion des Franzikus-Gymnasiums Vossenack im Kreis Düren dar. Hierfür wurde in der Franzikus-Kirche eine szenische Darstellung zum Thema Krieg gezeigt. Zum Zeichen der Versöhnung waren alle Besucher in weiß gekleidet und die Schulkassen trugen Banner mit dem Wort »Frieden«. Zum Abschluss wurde Beethovens »Freude schöner Götterfunke« als Zeichen des Friedens gesungen und bunte Luftballons (aus ökologisch abbaubarem Material) in den Himmel gelassen.

Anna Winkelmann