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Ein Film über die russische Szene in Wien

(c) Camino Filmverleih (c) Camino Filmverleih

Wie lebt es sich als Russe/Russin in Österreich? Diese Frage hat sich die Regisseurin Elena Tikhonova gestellt, die selbst in jungen Jahren aus Russland nach Österreich emigriert ist. Ihr neuester Film »KAVIAR« erzählt die Geschichte der temperamentvollen Freundschaft zwischen zwei Russinnen und einer Österreicherin in Wien.

Da ist zum einen Nadja, eine alleinerziehende Mutter mit zwei selbstständigen und gerissenen Kindern. Nadja arbeitet als Übersetzerin für den arroganten Igor, einem Oligarchen wie er im Buche steht. Geld, Frauen und Kaviar im Überfluss. Zu Nadjas täglichen Aufgaben zählt, dass sie für Igors Freundin des Tages in den Nobelbotiquen Wiens einkaufen geht, bei Igors Meetings übersetzt und Igors überteuerten Schätze bei sich im Haus aufbewahrt.

Die zweite von den drei Hauptprotagonisten ist Vera, Nadjas beste Freundin und ebenfalls Russin. Vera ist mit dem österreichischen Makler Klaus verheiratet. Beide haben sich im Internet auf einer russischen Braut-Seite kennengelernt. Während Vera davon träumt mit Klaus Kinder zu bekommen und ihrem Hausfrauenleben mehr Glanz zu verleihen, ist Klaus eher weniger an den Interessen seiner Frau als an Ihrem Äußeren interessiert.

Und dann ist da noch die dritte im Bunde: Teresa eine junge Langzeitstudentin und Österreicherin, die sich leidenschaftlich in künstlerischer Form gegen das kapitalistische System auftut. Sie ist gleichzeitig Nadjas Kindermädchen.

Nadja verachtet ihren Chef und seine schmierigen Geschäfte und überlegt schon länger wie sie ein neues Leben beginnen kann. Auch Vera und Teresa träumen von einem Neuanfang. Als Nadjas Chef Igor bei einem Geschäftsessen auf die absurde Idee kommt eine Villa auf Wiens Schwedenbrücke zu bauen und bereit ist hierfür 3 Millionen Euro Schmiergeld einzusetzen, sehen die drei Frauen ihre Chance durch einen raffinierten Plan das Geld für sich zu beanspruchen.
Der Plan ist geschmiedet, doch finden die drei Frauen am Ende auch ihr Glück in den drei Millionen?

Bildhaft lässt die Regisseurin mit russischen Klischees und viel Balalaika-Musik ihre Sichtweise der russischen Szene in Wien mit in den Film einfließen. Eine Geschichte über Freundschaft dreier sehr unterschiedlicher Frauen, die auch trotz kultureller Differenzen zusammenhalten.

Linda Matzdorf