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Jugendsozialwerk

Blockadenprogramm Freiwilligenprojekt

Thüringen

Für den Zeitraum 2019-2020

Hintergrund/Geschichte

In Sankt Petersburg leben momentan noch etwa 97 000 Opfer der Leningrader Blockade; jedes Jahr sterben etwa 10 000 von ihnen. Aufgrund ihres hohen Alters sind viele Blockadeopfer im Alltag auf physische Unterstützung angewiesen.
Die fast 900 Tage dauernde Blockade der Stadt Leningrad gilt als eines der eklatantesten Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht im Krieg gegen die Sowjetunion.
Deutsche Jugendliche allerdings sind mit der Blockadethematik zumeist kaum vertraut, denn die Leningrader Blockade stellt gewissermaßen eine Leerstelle in der deutschen kollektiven Erinnerung dar.
Das geplante Projekt bietet eine ideale Möglichkeit, diese beiden Probleme gleichzeitig anzugehen:

- sowohl zur Verbesserung der Lebenssituation der Blockadeopfer
- als auch zum Dialog der Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands beizutragen.

Außerdem dient das Projekt

- der historischen Aussöhnung zwischen den Völkern der beiden Länder
- und bilden damit eine Grundlage für die zukünftigen bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland.
- Die beteiligten jungen Menschen aus Deutschland nehmen für ihre eigene Persönlichkeitsentwicklung wertvolle Impulse mit, indem sie Selbst, Sozial- und Methodenkompetenzen erwerben. Zudem erwarten wir von ihnen eine Multiplikatorwirkung in die deutsche Gesellschaft hinein.

(Lern)wirkungen für Freiwillige

- Kennenlernen der Blockadethematik
- (Weiter)entwicklung interkultureller Kompetenzen
- Lernen, historische Ereignisse und den gesellschaftlichen Umgang mit diesen kritisch zu analysieren und Bezüge zu ihrem eigenen Leben und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen herzustellen
- neue Bekanntschaften und vielleicht auch Freundschaften mit unterschiedlichen Generationen
- Erwerb sozialer und methodischer Kompetenzen, die z.B. in der beruflichen (Aus)bildung hilfreich sein können


Das Projekt ermöglicht vielfältige Bezüge und Synergien

- Teilnahme der Jugendlichen an Bildungsveranstaltungen und Treffen für Blockadeopfer und ehemalige Lagerhäftlinge an fünf verschiedenen Orten in der Stad
- Teilnahme an den Aktivitäten des drb
- Entwicklung eigener Projekte in Abhängigkeit von individuellen Interessen und Erfahrungen

Formalia

- Einladung
- humanitäre Visa für jeweils 90 Tage gemäß der russischen Migrationsgesetzgebung
- vonseiten der russischen Behörden keine weiteren Genehmigungen oder Arbeitserlaubnisse erforderlich.

Aufgaben des JSWNDH

Kontaktstelle und koordinierende Organisation in Deutschland
- Projektkoordinatorin (ehemalige russische Freiwillige, entsandt aus dem DRB ? mit Kenntnis der kulturellen und örtlichen Gegebenheiten in St. Petersburg)
- Einholung der Visa
- Lösung aller mit der Reise verbundenen organisatorischen Fragen
- Kontinuierlicher Ansprechpartner für Freiwillige und DRB
- Vorbereitung vor Ausreise - Wochenendseminar in Nordhausen
- Kennenlernen der TN
- Berichte ehemaliger Freiwillige in St. Petersburg von ihren Erfahrungen vor Ort
- Abgleich der Erwartungen der Teilnehmenden mit denen der Projektpartner und der von jungen Menschen erlebten und beschriebenen Projektrealität
- Abschluss von Lernvereinbarungen inkl. Regelungen zur Dokumentation der Lernfortschritte
- Flugbuchung
- Abschluss Versicherung
- Zahlung Verpflegungsgeld (160 EUR mtl.) und Taschengeld (100 EUR mtl.) auf deutsches Konto
Deutsch-Russisches Begegnungszentrum


Aufnahmeorganisation für die Freiwilligen in Sankt Petersburg
- sprachliche, interkulturelle und professionelle Vorbereitung der Freiwilligen
- Russischintensivkurs,
- Kurs zu interkultureller Kommunikation und speziell zum Umgang mit Senior/-innen
- Kurs zur Geschichte der Leningrader Blockade (inkl. dem Besuch von zwei ausgewählten Gedenkstätten).
- Betreuung durch die deutsche Mitarbeiterin des drb (Sohpie Tempelhagen) sowie PraktikantInnen. Diese sorgen dafür, dass die Teilnehmenden am Projekt sich schnell in St. Petersburg einleben, ihr Lebensumfeld kennenlernen, sich sicher von A nach B bewegen und bei evtl. Sorgen nicht allein sind.
- Psychologische und fachliche Betreuung von MA des DRB über gesamte Einsatzdauer.
- Erstellen des TN-Zertifikats in Abstimmung mit dem JSWNDH auf Basis der mit den Jugendlichen getroffenen Lernvereinbarungen.
- Kontinierliche Kontakte mt Freiwilligen, JSWNDH, Blockadeopfern
- Besorgung / Bezahlung der Unterkunft

Aufgaben der Freiwilligen

- Unterstützung der Blockadeüberlebenden in ihrem Alltag (Einkaufen, leichte Hausarbeiten, Unterhaltung, Spaziergänge etc.)
- Dokumentation der Lernfortschritte
- Posts über die Projektaktivitäten in sozialen Netzwerken
- Mitwirkung bei Publikation einer Projektbroschüre und eines Kurzfilms in deutscher und russischer Sprache, welche die Projektziele und ?ergebnisse dokumentieren
- in die Zukunft gerichtete Vorhaben der teilnehmenden Freiwilligen, wie sie ihre Erfahrungen im Projekt multiplizieren werden
- Schriftliche Reflexion über gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen

Bewerbungen:

JugendSozialwerk Nordhausen e. V.
Arnoldstraße 17
99734 Nordhausen
Weitere Infos zur Bewerbung erhalten Sie unter:

info@jugendsozialwerk.de