Home | Kontakt | Login | Impressum

Deutsch-Russische Veranstaltungen
Politik Berlin

4. Europäisches Geschichtsforum »1914-2014: Geschichte im Dienst von Krieg und Propaganda«

Hundert Jahre nach Beginn des Ersten und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges finden vielerorts in Europa Gedenkveranstaltungen statt. Die Jahreszahl zwingt gleichsam zur Befassung mit der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Sie bietet jedoch zugleich Anlass, sich mit der Instrumentalisierung von historischen Narrativen durch Gewaltpolitik und Propaganda auseinanderzusetzen.

Leider liefert dafür im Gedenkjahr selbst die Ukraine-Krise reichlich Anschauungsmaterial. Doch auch auf dem Westbalkan ist das Schicksalsjahr 1914 offenkundig noch so präsent, dass es erneut zum Gegenstand propagandistischer Kontroversen werden kann.

Das Europäische Geschichtsforum 2014 beleuchtet aktuelle geschichtspolitische Kontroversen in Ost- und Südosteuropa und analysiert verschiedene Beispiele propagandistischer Geschichtsdarstellung. Zugleich dient es dem internationalen Austausch und der gegenseitigen Beratung zur Frage, wie sich unabhängige Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik gegen Propaganda zur Wehr setzen kann, insbesondere im Umgang mit modernen Kommunikationsmedien.

Die von der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrem russischen Partner, dem Wissenschaftlichen Informationszentrum Memorial, gemeinsam begonnene Initiative Europäisches Geschichtsforum hat das Ziel, vor allem jüngeren Historikerinnen und Historikern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Museen, Medien und Nichtregierungsorganisationen aus Ost-, Südost- und Westeuropa die Gelegenheit zum Austausch zu geben. So soll ein gesamteuropäischer Diskurs zu Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik gefördert werden. Das Forum richtet sich zugleich an alle, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat kritisch mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts und ihrer Vermittlung beschäftigen.

Mit:
- Maciej Górny, Deutsches Historisches Institut Warschau, Polen
- Dubravka Stojanovi, Historikerin, Universität Belgrad, Serbien
- Melisa Fori, Center for Balkan Studies, Academy Sciences and Arts of BiH
- Nikita Sokolov, Historiker, Moskau, Russland
- Karolina Wigura, Kultura Liberalna, Warschau, Polen
- Volodymyr Maskiychuk, Historiker, Charkiv, Ukraine
- und anderen

Die Plenarsitzungen (Foren) werden in Deutsch, Russisch und Englisch mit Simultanübersetzung angeboten, die Arbeitsgruppen zum Teil nur zweisprachig deutsch-russisch bzw. englisch-russisch.

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

Anmeldung erforderlich.

Kategorien:

Diskussion, Kongress, Vortrag
 

Termin:

13.11.2014 - 14.11.2014

Veranstaltungsort:

Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8
10117  Berlin

Veranstalter:

Heinrich-Böll-Stiftung
Telefon: (030) 285 34-0
info@boell.de
www.boell.de