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Deutsch-Russische Veranstaltungen
Kultur Berlin

Рай (Paradies)

Frankreich im Zweiten Weltkrieg: Die adlige Exilrussin Olga, Moderedakteurin bei einer renommierten Modezeitschrift, engagiert sich heimlich für die französische Widerstandsbewegung. Die gefährliche Tätigkeit wird ihr zum Verhängnis, als deutsche Besatzer bei einer Razzia in ihrer Wohnung zwei jüdische Kinder entdecken, die sie dort versteckt hält. Im Gefängnis fällt die elegante junge Frau dem Nazi-Kollaborateur Jules auf, der für ihren Fall zuständig ist. Der Familienvater stellt ihr eine mildere Bestrafung in Aussicht, sollte sie seinen sexuellen Avancen nachgeben. Olga ist zu allem bereit, um ihre Freiheit wiederzuerlangen und willigt ein. Doch als Jules auf unerklärliche Weise verschwindet, wird sie umgehend in ein Konzentrationslager gebracht. Inmitten dieser Hölle auf Erden trifft sie völlig unverhofft auf ein bekanntes Gesicht: Helmut, der sich während eines weit zurückliegenden Sommers in Friedenszeiten in sie verliebte und immer noch Gefühle für sie hegt, hat es zum hochrangigen SS-Offizier gebracht. Obwohl er ein glühender Bewunderer des Führers ist und begeistert an der Verwirklichung von Hitlers Traum vom «deutschen Paradies» mitwirkt, nimmt er die Beziehung zu Olga wieder auf - eine verbotene, hochgradig destruktive Beziehung. Die Olga aber auch, so deutet es Helmut jedenfalls an, die Möglichkeit zur Flucht eröffnet... (Alpenrepublik)
«Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen im 4:3-Format, die streng kadrierten Zeugen-Sequenzen, die manchmal fast wie Tableaus wirkenden Bilder sowie die kunstvolle Einführung und Verschränkung der drei Hauptfiguren lassen PARADIES wie eine Parabel erscheinen. Dazu passen auch das stets etwas distanziert wirkende Spiele der Darsteller und die teilweise recht stereotyp geratenen Charakterzeichnungen (...). Durch sie scheint sich der Film trotz des überwiegenden Handlungsortes Konzentrationslager nicht um Realismus, sondern viel eher um Überhöhung und Zuspitzung zu bemühen. (...) Formal brillant und vom Aufbau her teilweise auch gewagt, irritiert der Regisseur besonders am Ende so nachhaltig, dass man nicht so recht weiß, ob genau dies in seiner Absicht lag oder ob sich hier nicht vielleicht doch falsche Zwischentöne eingeschlichen haben.» (Joachim Kurz, kino-zeit.de)

Regie: Andrej Kontschalowskij, RUS/ D, 131 min, OmdU

Kategorie:

Film
 

Termin:

27.07.2017 - 02.08.2017

Veranstaltungsort:

Kino Krokodil
Greifenhagener Straße 32
10437  Berlin
(030) 44049298

Veranstalter:

Kino Krokodil
Telefon: (030) 44031252
gabriel.hageni@web.de
www.kino-krokodil.de