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Deutsch-Russische Veranstaltungen
Bildung / Wissenschaft Nordrhein-Westfalen

Deutsche aus Russland und russischsprachige Gruppen in Deutschland

Perzeption, Partizipation, Politische Bildung

Die Tagung wird sich auf zentrale Themen und Probleme konzentrieren, die die politische Teilhabe und die öffentliche Wahrnehmung der Deutschen aus Russland und russischsprachiger Gruppen - wie etwa der sogenannten jüdischen Kontingentflüchtlinge - in Deutschland betreffen. Es ist das Ziel der Tagung in konstruktiven und ergebnisoffenen Gesprächen die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen zu präsentieren, sowie zu zeigen, wie differenziert die Deutschen aus Russland und die sogenannte "postsowjetische Diaspora" in Deutschland zu betrachten sind. Im Zentrum stehen die Möglichkeiten und Perspektiven politischer Teilhabe in einer sich wandelnden deutschen Gesellschaft.

Politische Teilhabe bedarf der politischen Bildung. Wie kann diese - allzu lange vernachlässigt - zukünftig in Zusammenarbeit mit vielfältigen zivilgesellschaftlichen Initiativen und Ansätzen weiter ausgebaut werden? Welche Fragen und Themen sollten im Mittelpunkt stehen? Wo liegen die Potentiale, welche Probleme stehen im Weg?

Der mediale und politische Diskurs mit seinen problematischen Fremd- und Selbstzuschreibungen scheint eher zu den Problemen zu zählen, die der politischen Bildung im Wege stehen.

Wie kommt es, dass auch noch zwei Jahre nach dem berüchtigten "Fall Lisa" weiterhin alte Ressentiments und unverarbeitete gesellschaftliche Diskurse in Bezug auf die Migranten aus dem postsowjetischen Raum im medialen Raum präsent sind? Klischees, Stereotypen und Pauschalisierungen scheinen die Berichterstattung zu prägen. Termini wie "Deutsche aus Russland", "(Spät-)Aussiedler", "Russlanddeutsche", "Deutschrussen" bis hin zur "russischen Diaspora" werden immer wieder unpräzise verwendet.

Hinzu kommt: "Russlanddeutsche" werden seit Jahren scheinbar unverrückbar auf den politisch rechten Raum festgelegt. Wie lassen sich auf der anderen Seite neuere Ergebnisse der Wahlforschung nach der Bundestagswahl interpretieren, die auf eine Korrelation zwischen "russlanddeutschen Ballungsräumen" und den Wahlerfolgen populistischer Parteien hinweisen? Die Darstellung von Russlanddeutschen in den deutschen Medien aber auch die Wirkung und Bedeutung von russischsprachigen Medien und sozialen Netzwerken von Facebook bis Odnoklassniki für die unterschiedlichen russlanddeutschen und russischsprachigen Milieus werden in zwei Podien sowie weiteren Workshops behandelt werden. Zahlreiche Podien, Workshops und ein Open Space sowie ein Projektmarkt werden Gelegenheiten zum intensiven Austausch und Gesprächen bieten. Die Tagung wird ein offenes Forum bieten, in dem politische Bildung als langfristige Zukunftsaufgabe für die ganze Gesellschaft in Angriff genommen werden kann.

Ort
Maternus Haus
Kardinal-Frings-Straße 1-3
50668, Köln

Anmeldung
Teilnahmegebühr: keine
Es gibt ca. 250 Plätze.

Kategorien:

Diskussion, Diskussion, Kongress, Kongress, Vortrag, Vortrag
 

Termin:

Uhrzeit:

02.05.2018 - 03.05.2018 13:00 - 18:00

Veranstaltungsort:

Rathaus Köln, Spanischer Bau, Kardinal-Frings-Saal
Rathausplatz 1
50667  Köln
www.bpb.de/veranstaltungen/format/kongress ...

Veranstalter:

Bundeszentrale für politische Bildung
Telefon: 030/254 504-0
Vetter@bpb.de